FAQ - Häufig gestellte Fragen

Betriebskosten

Was zählt alles zu den Betriebskosten und was nicht?

Betriebskosten sind Kosten, die dem Eigentümer durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch der Immobilie laufend entstehen. Zu den Betriebskosten gehören z. B. Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung, Be- und Entwässerung, Müllabfuhr, Sach- und Haftpflichtversicherung, Gartenpflege. Welche Kostenarten als Betriebskosten abgerechnet werden dürfen, ist im § 2 der Betriebskostenverordnung geregelt. 

Einmalig anfallende Kosten sind keine Betriebskosten, Verwaltungs- sowie Instandhaltungskosten ebenfalls nicht.

Betriebskosten

Was mache ich, wenn ich die Steuererklärung abgeben möchte, aber noch nicht die Bescheinigung der haushaltnahen Dienstleistungen aus der Betriebskostenabrechnung vorliegt?

Da die Fristen für die Abgabe der Steuererklärung und der Erstellung der Betriebskostenabrechnung differieren, hat das Bundesministerium für Finanzen eine Vereinfachung festgelegt. Danach können Sie die begünstigten Aufwendungen auch erst in dem Jahr geltend machen, in dem die Betriebskostenabrechnung zugeht.

Beispiel: Die haushaltnahen Dienstleistungen aus der Abrechnung 2013, die Sie im September 2014 erhalten, können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung für 2014 angeben.

Betriebskosten

Auf der ersten Seite meiner Abrechnung steht „Abrechnungszeitraum 01.01. - 31.12.“, obwohl ich nicht das ganze Jahr die Wohnung gemietet hatte. Ist die Abrechnung falsch?

Nein. Der Abrechnungszeitraum ist grundsätzlich das Kalenderjahr vom 01.01. bis zum 31.12. eines Jahres. Haben Sie nur zeitanteilig die Wohnung gemietet, finden Sie in der mittleren Betreffzeile Ihren Nutzungszeitraum. In der Kostentabelle auf der Seite 1 erscheint immer der Abrechnungszeitraum und nicht der Nutzungszeitraum. Bei der Berechnung Ihrer anteiligen Kosten auf den folgenden Seiten wurde selbstverständlich immer Ihr Nutzungszeitraum berücksichtigt.

Betriebskosten

Bezahle ich als Mieter die Kosten für leerstehende Wohnungen mit?

Nein. Die Verteilung der Gesamtkosten erfolgt immer über die Gesamtwohnfläche des Abrechnungskreises einschließlich der Leerwohnungen. Sie als Mieter werden nur für Ihren Anteil an der Gesamtwohnfläche mit Kosten belastet. Die Kosten für die Leerwohnungen tragen wir. Auch bei den verbrauchsabhängigen Kosten für Heizung, Wassererwärmung und Wasser gelangen durch die funkgesteuerte Ablesung alle Zählerdaten in die Abrechnung. Somit ist gewährleistet, dass eventuell entstandener Verbrauch der Leerwohnung auch dieser zugeordnet wird. Die Grundkosten für Heizung und Wassererwärmung bzw. Frischwasser gehen ebenfalls zu unseren Lasten.

Betriebskosten

Ich bin erst zum Jahresende in die Wohnung eingezogen bzw. ich bin zu Jahresbeginn aus der Wohnung ausgezogen und habe eine Nachzahlung. Kann das stimmen?

Ihre monatliche Vorauszahlung für Heizung und Warmwasser ist ein Durchschnittswert, der sich aus der Kalkulation für ein Jahr ergibt. Der Heizbedarf ist aber während des Jahres unterschiedlich. Wenn Sie z. B. zum Jahresende eingezogen oder zum Jahresanfang ausgezogen sind, liegen Ihre Heizkosten für diesen heizintensiven Zeitraum mit großer Wahrscheinlichkeit höher als die Vorauszahlungen. Wird eine Wohnung durchgängig von Januar bis Dezember bewohnt, gleichen sich die Vorauszahlungen, die in den Sommermonaten genauso hoch sind, wie in den Wintermonaten, mit den Kosten innerhalb des Jahres aus.

Betriebskosten

Warum ist der Preis für 1 m³ Wasser in meiner Abrechnung höher als der Preis der DREWAG?

Grundlage der Wasserkostenabrechnung bilden die Rechnungen der DREWAG und der Stadtentwässerung. Dabei wird das gelieferte Wasser in Höhe des vom Hauptwasserzähler gemessenen Verbrauches abgerechnet. Die Verteilung der Kosten auf die einzelnen Wohnungsnutzer erfolgt über die Wohnungswasserzähler. Beim Vergleich der Verbrauchswerte zwischen dem Hauswasserzähler und der Wohnungswasserzähler sind regelmäßig Abweichungen festzustellen. Meistens weist der Hauswasserzähler einen höheren Verbrauch aus. Diese normalen Differenzen können bis zu 20 % betragen und haben verschiedene Ursachen, stellen jedoch keinen Abrechnungsfehler dar:

- Kleinstdurchflüsse (z. B. tropfende Wasserhähne und defekte Spülkästen in einzelnen Wohnungen) reichen für eine Anzeige bei den Wohnungswasserzählern oft nicht aus. Auf die Summe der Kleinstdurchflüsse im Haus und bedingt durch die Gleichzeitigkeit, mit der sie auftreten, reagiert aber der Hauswasserzähler.

- Die Ablesung der Wohnungswasserzähler erfolgt per Funk. Die ermittelten Verbrauchswerte liefern den Verbrauch exakt für den Zeitraum der Abrechnungsperiode (01.01. - 31.12. eines Jahres). Der Hauptwasserzähler wird durch die DREWAG manuell abgelesen. Dadurch kommt es zu leichten zeitlichen Verschiebungen.

Betriebskosten

Wieso erhöht sich meine Vorauszahlung, obwohl meine Abrechnung ein Guthaben ausweist?

Grundlage für die Berechnung der neuen Vorauszahlungen sind grundsätzlich die entstandenen Kosten aus der Betriebskostenabrechnung, nicht das Abrechnungsergebnis. Diese Kosten (inklusive erforderliche Kostenanpassungen) werden durch zwölf Monate dividiert und damit die monatliche Vorauszahlung errechnet. Der so ermittelte Vorauszahlungsbetrag wird mit der momentan gezahlten Vorauszahlung verglichen. Die aktuelle Vorauszahlung muss nicht die gleiche Höhe haben, wie die im Abrechnungszeitraum geleistete Vorauszahlung. Es kommt durch die Anpassung im Rahmen der Betriebskostenabrechnung zu Verschiebungen. Jedes Jahr wird auf dem gleichen Rechenweg geprüft, ob die Vorauszahlungsänderung vom Vorjahr noch die zu erwartenden Kosten deckt.

Beispiel:

Bisherige Vorauszahlung pro Monat bis 31.10.2013:   100 €

Aktuelle Vorauszahlung pro Monat seit 01.11.2013:     70 €

Heizkosten im Abrechnungszeitraum 2013: 1.000 €

Geleistete Vorauszahlungen im Jahr 2013: 1.140 € (10 x 100 €, 2 x 70 €)

Abrechnungsergebnis 2013 (Guthaben):   140 €

Neue Vorauszahlung pro Monat ab 01.11.2014:    83 € (1.000 € / 12 Monate)

Änderung + 13 €

Breitbandkabel

Was bedeutet Sammelinkasso?

Für die Breitbandkabelversorgung ist ein wohnungsübergreifender Gesamtvertrag geschlossen. Die Abrechnung der Breitbandkabelkosten erfolgt für alle Wohnungsnutzer über die Betriebskostenabrechnung. Der Anschluss kann nicht gekündigt werden. Die Kosten dafür entstehen auch, wenn der Anschluss nicht benötigt wird.

Heizkosten

Welche Objekte sind von der Heizkostenabrechnung nach VDI 2077, Beiblatt Rohrwärme, betroffen?

Es betrifft vorrangig solche Objekte, die mit einer Einrohr-Heizungsanlage ausgestattet sind. Daran erkennt man das Einrohr-Heizsystem: Es existiert nur ein einziges Rohrsystem, das alle Heizkörper eines Stranges durch ein gemeinsames Heizungsrohr nacheinander mit warmem Heizwasser versorgt. Dieses Heizungsrohr verläuft freiliegend durch die Wohnungen und nicht in der Wand.
Im WGS-Bestand existieren solche Heizungssysteme in allen WBS70-Objekten und in den IW-Objekten (sog. Plattenbauten). Wenige Ausnahmen bilden die bereits umgebauten Anlagen.