FAQ - Häufig gestellte Fragen

Rund um's Wohnen

Für welche Tiere benötige ich eine Genehmigung der Genossenschaft?

Ohne Zustimmung dürfen gemäß Rechtsprechung Kleintiere (z. B. Hamster, Meerschweine, Rennmäuse, Zierfische) in den Wohnräumen gehalten werden, soweit sich die Anzahl der Tiere in den üblichen Grenzen hält und soweit nach der Art der Tiere und ihrer Unterbringung Belästigungen von Hausbewohnern sowie Beeinträchtigungen der Wohnung nicht zu erwarten sind. Kleintiere sind solche, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden (Urteil des Bundesgerichtshofes vom 14.11.2007). 

Schlangen und Reptilien, die im Terrarium normaler Größe gehalten werden, sind erlaubt. Giftschlangen, Giftspinnen, etc. von denen bei objektiver Betrachtungsweise eine erhöhte Gefährdung Dritter ausgeht, sind grundsätzlich verboten. 

Hunde und Katzen sind keine Kleintiere und bedürfen der Zustimmung des Vermieters. 

Des Weiteren vertritt der Bundesgerichtshof die Ansicht, dass „stets einzelfallbezogen auf Grund einer Interessensabwägung zu entscheiden ist. Zu berücksichtigen sind insbesondere 

  • Art, Größe, Verhalten und Anzahl der Tiere, 
  • Art, Größe, Zustand und Lage der Wohnung sowie des Hauses, in dem sich die Wohnung befindet, 
  • Anzahl, persönliche Verhältnisse, namentlich Alter und berechtigte Interessen der Mitbewohner und der Nachbarn, 
  • Anzahl und Art anderer Tiere im Haus, 
  • bisherige Handhabung durch den Vermieter sowie 
  • besondere Bedürfnisse des Mieters.“

Entsprechend dieser Kriterien erfolgt die Prüfung von Anträgen unserer Wohnungsnutzer zur Hunde- bzw. Katzenhaltung. Eine erteilte Zustimmung kann widerrufen werden, wenn durch das Tier Gefährdungen bzw. Belästigungen anderer Hausbewohner auftreten oder Verunreinigungen der gemeinschaftlichen Räume insbesondere des Treppenhauses sowie der Außenanlagen ersichtlich sind.