Unser Beitrag
für die Zukunft

Fridays for Future, Energiewende und Kohleausstieg, Elektroautos, Pestizide, Kohlendioxidausstoß, Waldrodungen und Aufforstung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und -wandel, Mikroplastik, Artenschutz - das sind alles Schlagworte und Themen, die uns täglich in irgendeiner Form begegnen. Sicher ist: Die Themen Umwelt, Klima und Zukunft sind für uns als Genossenschaft bedeutend und seit vielen Jahren gelebter Alltag. Dabei geht es uns darum, das bezahlbare Wohnen nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Energieeffizienz beim Bauen

Eine wichtige Baumaßnahme in unserem Wohnungsbestand ist die Umstellung auf das Zweirohr-Heizsystem. Unser Ziel, in den umgestellten Gebäuden ca. 20 % Gesamtenergie einzusparen, haben wir erreicht. Teilweise liegen die Energieeinsparungen sogar bei bis zu 30 %. Damit tragen wir einen großen Beitrag zur Einsparung des Kohlendioxidausstoßes in Dresden bei.

Energieeffizienz nimmt auch im Neubau einen wichtigen Stellenwert ein. Dabei geht es um einen möglichst geringen Energieverbrauch. Oft wird in diesem Zusammenhang vom Primärenergieverbrauch gesprochen. Das ist der Verbrauch, der auf fossilen Brennstoffen basiert (Gas, Öl). Eine immer größere Rolle spielt auch die Nutzung von regenerativen Energien, was mittlerweile auch vorgeschrieben ist. Sonne, Wind und Erdwärme sollen einen Teil unseres Stroms liefern.

In Dresden wird Fernwärme angeboten. Diese wird zertifiziert auf einer Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen: Beim Erzeugen von Strom fällt Wärme an, die dann genutzt werden kann. In unseren Neubauten vereinen wir außerdem eine moderne Bauweise mit möglichst vielen natürlichen Materialien, sinnvoller Technik und vor allem nachhaltigen und praktischen Nutzungsmöglichkeiten für die Mieter. Wenige versiegelte Flächen, teilweise Erhaltung des vorhandenen Baumbestandes, gute Flächenausnutzung, sinnvolle Grundrisslösungen, zeitgemäße Heizungsanlagen, unbelastete Bodenbeläge und vor allem geforderte Energiewerte gehören dazu. Allerdings muss das alles bezahlbar sein.

Artenschutz

Bei Sanierungsvorhaben arbeiten wir eng mit dem Umweltamt und der Unteren Naturschutzbehörde zusammen. In Vorbereitung von Komplettsanierungen kartierte die Firma ChiroPlan alle geschützten und gebäudebewohnenden Tierarten in den Wohngebieten am Bismarckturm und am Höckendorfer bzw. Burkersdorfer Weg. Das Vorkommen der Zwerg-, Mücken-, Rauhaut-, Fransen- und Zweifarbfledermaus sowie des Abendseglers, aber auch Vogelarten wie Hausrotschwanz, Mauersegler, Mehlschwalbe und Haussperling wurden dabei nachgewiesen. Einen längeren Baustopp hatten wir wegen einer seltenen und unter Naturschutz stehenden Hummelart - der Erdhummel - am Burkersdorfer/Höckendorfer Weg.
Nicht zuletzt sind unsere vier Schmetterlingswiesen für die Erhaltung heimischer Schmetterlings- und Insektenarten gut. Viele Mitglieder genießen es, wenn der Rasen vor dem Haus nicht „im englischen Stil“ angelegt ist, sondern natürlich urwüchsig und dennoch gepflegt wirkt.

Rund ums Haus: Pflege und Gestaltung

In den vergangenen Jahren haben wir viel in die Außenanlagen unserer Wohngebiete investiert. Dabei arbeiten wir mit professionellen Landschaftsarchitekten zusammen und beziehen auch unsere Bewohner mit in die Gestaltungskonzepte ein. Natürlich muss an der einen oder anderen Stelle auch mal ein Baum oder ein Strauch weichen, der meist an einer anderen Stelle ersetzt wird. Wir lieben das grüne Wohnumfeld und wissen, dass wir in manchen Innenhöfen wahre Perlen und grüne Oasen pflegen.

Radeln für Gesundheit und die Umwelt

Viele Menschen gehen bewusster mit dem Thema Mobilität um. Einige nutzen Elektroautos oder, wann immer es möglich ist, lassen das Auto stehen und nutzen das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel.
Einen größeren Bedarf an Abstellflächen für Fahrräder konnten wir in den vergangenen Jahren in unseren Wohngebieten feststellen. An einigen Stellen war es möglich, Fahrradcarports zu errichten bzw. ehemalige Nebengebäude als solche umzugestalten. So wurde zum Beispiel aus dem ehemaligen Trafohäuschen an der Bulgakowstraße eine Unterbringung für Fahrräder geschaffen. Gerade für hochwertige Elektrofahrräder, die man immer häufiger im Alltag sieht, sind sichere Unterstellmöglichkeiten wichtig.
In der Fahrzeugflotte der WGS befinden sich übrigens neben den Dienstfahrzeugen auch Fahrräder zur Nutzung: Für nahegelegene Dienstfahrten in die Wohngebiete kommen wir gern geradelt.

Digitalisierung

Hinter diesem gewaltigen Wort steht nicht nur die Einsparung von Papier, sondern auch die Optimierung von Arbeitsprozessen. Datenerfassungen, Protokolle, Geschäftspost, Rechnungslegung und Archivierung von Akten und Unterlagen erfolgen meist in elektronischer Form. Mieterakten werden digital geführt, ebenso erfolgt die Protokollierung bei Wohnungsabnahmen und -übergaben übers Tablet.
Die Kontaktmöglichkeit über die elektronische Post (E-Mail) ist zeitgemäß und hat längst eine professionelle und vor allem rechtskräftige Bedeutung erlangt. Inzwischen erhalten wir mehr Post in elektronischer Form als handgeschriebene Briefe.
Wir sehen in Zukunft eine riesige Chance, unsere Mitglieder über digitale Haustafeln zu informieren. Das erspart uns Anfahrtswege und Papier. Außerdem können wir kurzfristiger reagieren und über geplante Baumaßnahmen in Leerwohnungen, Aufzugsstörungen oder Unterbrechungen in der Wasser- und Stromversorgung informieren.